Polar FT80
Der fehlende Tacho den uns Gott nicht gab! Eine Profi-Pulsuhr auch für die normalsterblichen bietet seit neulich Polar, die wohl bekannteste Firma nach Suunto. Ich hatte schon viele Pulsuhren und auch einige von Polar (z.B. S725).
Ich bin eigentlich ein Sportmuffel und fahre hin und wieder Rad, das hat sich geändert als ich mir eine Pulsuhr zugelegt habe die mir trotz meiner Wahrnemung die Grenzen gezeigt hat so dass ich runterschalten konnte. Ich war nach einer Laufsession nicht mehr totmüde und hab mich auch dank den eingehaltenen Zonen schnell erholt. Mit einer Pulsuhr trainiert man wirklich als hätte man ein Tacho. Was fehlt ist die Anzeige von aktuellen Laktatwerten, Blutdruck, Blutzuckerverbrauch u.s.w., Daten die beim Sportarzt mühsam ermittelt werden – leider geht das mit einer Pulsuhr noch nicht, aber wird sicher noch irgendwann kommen.

Was kann nun die Polar FT80 konkret?
Was konnte Sie für mich tun was die anderen Uhren nicht konnten? Nun, eine Pulsuhr konnte bis her nur von Läufern, Bikern, Schwimmern benutzt werden, eben von den Leuten die sich bewegen (Cardio). Die FT80 kann jetzt auch von Menschen benutzt werden die Ihre Kraft / Muskelmasse trainieren.
Beginnen wir als erstes beim Trainingsplan.
Braucht man einen überhaupt? Ja klar, obwohl es bei mir die Zeit gab da trainierte ich halbherzig im Studio damit ich ja keine Gewissensbisse kriegte dass ich überhaupt nicht mehr trainierte. Also zum Plan, mit der FT80 hat man an seiner Seite einen persönlichen Fitnesstrainer der genau sagt was man wie lange wie oft tun soll. Es ist praktisch! Keine Zettelchen mehr. Der Trainingsplan wird wöchentlich neu zusammengestellt und passt sich an die Leistung des Menschen an. War man die letzte Woche nicht ganz beim Training dabei so wird die nächste Woche nicht blind hochgesetzt sondern die Polaruhr orientiert sich tatsächlich an der Leistung und Effektivität.
Wie verläuft so ein Training mit der Polaruhr?
Und wie geht das genau? Man zieht sich den Funksender und geht nach dem Plan der Uhr. Stehen z.B. Latziehen auf dem Programm so bearbeitet man die erforderte Anzahl (z.B. ein Satz a 8 Wiederholungen) Danach ist der Puls natürlich nach oben geschossen. Es gibt nun viele Meinungen was die optimale Pause zwischen den Sätzen ist. Die einen sagen 3 Minuten, die anderen 30 Sekunden. Was stimmt nun? Was sagt denn dein Herz? ;) Genau hier ist die Antwort. Man sollte erst dann weiter trainieren wenn der Puls etwas nach unten gegangen ist, denn wenn er immer noch zu hoch ist so ist man eher zu Ausgepowert, wartet man zu lange und geht wieder zu entspannt in den weiteren Satz so muss der Körper wieder hochgefahren werden. Die Polaruhr berechnet dann den optimalen Zeitpunkt wann man den Gespräch mit einem Kumpel an der Hantelbank beenden sollte. Peeeep.
Aber natürlich ist diese Uhr nicht nur für Krafttraining gedacht! Man kann weiterhin sie zum laufen oder Fahrrad verwenden. Für die Pulsuhr gibt es einen Laufsensor der die genaue Geschwindigkeit und Strecke anzeigt. Wer es ganz genau haben will kann sich den GPS-Sensor besorgen. Die Polar FT80 zeichnet dann ganz genau die Stelle wo man fast gestorben ist oder wo das Laufen wie Fliegen war. ;)
Die Polaruhr zeigt aber nicht nur die aktuellen Daten wie Puls, Kalorien und Fettverbrauch an sondern speichert diese auch um sie später am PC anzuzeigen. So kann man mit Leichtigkeit die Kontrolle über die Trainingseinheiten überblicken. Die Daten werden online auf polarpersonaltrainer.com verwaltet so dass man auf die Daten überall Zugriff hat, oder man kann auch eine normale Software verwenden wie den Polar Pro Trainer. Ich bevorzuge die normale (offline) Software da sie wesentlich mehr Funktionen und Auswertungsmöglichkeiten bietet.

Toll ist bei der Uhr noch die invertierte Anzeige, sieht cool aus und ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Das Display ist auch bei Dunkelheit gut lesbar. (Außerdem kann, wenn nötig, die Beleuchtung eingeschaltet werden). Die eingebaute Tastensperre verhindert das versehentliche Beenden des Trainings, das war bei mir mit der Polar S725 das Problem, die linke Taste unten hab ich hin und wieder irgendwie berührt, und schon war das Training zu Ende...
Die Zonen sind Puls-Bereiche in denen man trainiert. Sie werden von Hand oder automatisch von der Uhr / Software eingestellt. Man kann so z.B. einstellen dass man in der Zone zwischen 140 und 160 BPM trainiert, alles was darunter liegt ist kein Training sondern ein Spaziergang, alles was darüber liegt ist anstrengend und der Laktat steigt zu schnell. (Das alles nur als Beispiel, jeder hat da seine eigenen Zonen)
Ob man noch in seiner Zone trainiert wird über den akustischen Alarm gezeigt. Wenn man z.B. im Bereich 140-160 BPM trainiert dann muss man nicht ständig auf die Uhr schauen ob man in dem Bereich ist. Erst wenn man diese Zone verlässt dann piept die Uhr.
Die Uhr kostet ca. 270 Euro und wird mit dem Wearlink (Funksender) und Flowlink (Datenübertragung zum PC) geliefert - Man kann die Uhr fast überall kaufen, die gibt’s in gutsortierten Sportgeschäften. Meine hab ich bei Amazon gekauft weil ich eh noch ein paar Bücher besorgen musste.
So das wars, ich habe nicht alle Funktionen bis ins Detail beschrieben die Uhr habe ich erst seit 2 Wochen und bin mit Ihr super zufrieden! Werde hier an dieser Stelle weitere Erfahrungen mit Ihr schildern wenn mir etwas aufgefallen ist.
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Geschrieben von
Polar